Wow, wow, wow! Ich bin total platt, wie schön die Ausstellungs-Eröffnung war. Wahnsinnig gut besucht war’s, bestimmt so zwischen 150 und 200 Besuchern. Wir haben zunächst ein paar schöne Reden gehört, von Frau Kemper, der Kulturbeauftragten der Stadt, der stellvertretenden Bürgermeisterin Marlies Hillefeld und, was mich besonders gefreut hat, von Frau Dr. Christine Vogt von der grossartigen Ludwiggalerie Oberhausen. Dann gab es noch ein nettes Gespräch zwischen mir und Herrn Kunstleben, dem ersten Beigeordneten und den drei Protagonisten des Buches Bernd „Bodo“ Reuther, Christoph „Billy“ Küster und Markus „Martin“ Scholten. Und im Anschluss hab ich noch selber ein paar Worte gesagt. Danach wurden fleissig Bücher und Poster signiert und Fotos gemacht und dann war das ganze auch schon wieder rasend schnell vorbei. Ich konnte mich leider gar nicht mit allen unterhalten und dann auch immer nur ganz kurz. Ihr mögt es mir verzeihen. Im Anschluss ging es noch ins Baby Doll, wo Winki, Annie und Billy es ordentlich haben krachen lassen, und wir schliesslich um fünf Uhr morgens die Segel gestrichen haben. Danke nochmal an Stephan vom Baby Doll für den grossartigen Abend und die Drinks! Im Club war es zum Glück nicht ganz so schlimm voll wie befürchtet, so dass man durchaus noch Platz für ein paar Tanzschritte und ein paar nette Gespräche hatte. Besonders gefreut hat mich, dass der grosse Bernd Begemann es nach zwei (!) Gigs in der Nähe auch noch vorbeigeschaut hat.
Ich muss jetzt erstmal mich sortieren, und dann im zweiten Schritt die ganzen Fotos und Liebe auf Facebook. Die werde ich dann so schnell es geht öffentlich machen.
Übrigens gibt es nächste Woche auch wieder eine Signierstunde in der Mayerschen Buchhandlung in Wesel. Die Ausstellung läuft noch bis 21. August.
Inzwischen hier der Artikel aus der Rheinischen Post und ein Foto des Artikels der NRZ Wesel.

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Und für alle, die nicht dabei sein konnten, meine kleine Dankesrede. Denn einige die es betrifft, konnten leider auch nicht vor Ort sein.
Ich bin Euch allen so dankbar. Das war sehr sehr schön.

Was mir wichtig ist zu sagen.

Für mich schliesst diese Ausstellung ein ganzes Jahr Arbeit ab. Nach dem alle Seiten gezeichnet waren, mussten viele davon noch einmal überarbeitet werden, und für das Buch vorbereitet werden. So ca. genau vor einem Jahr habe ich die Seiten an den Verlag geschickt. Und als das Buch dann da war, ging der ganze Trubel los, Interviews, Lesungen, Fernseh- und Radioauftritte, Comic Festivals, Messen. Dieser ganze Trubel dauert nun schon ein ganzes Jahr an, und daran haben viele Leute ihren Anteil, und dafür möchte ich mich nun bedanken.

Zunächst will ich mich ganz herzlich bei all meinen Lesern bedanken, ich freue mich wahnsinnig, dass mein eigentlich mal kleines Indie-Projekt so viele Leser gefunden hat. All den lieben Leuten in der Modszene, deren Enthusiasmus mich all die Jahre angefeuert hat.
In den acht Jahren, an dem ich an dem Buch gearbeitet habe, sind eine aber auch eine Menge Leute zusammengekommen, die dazu aktiv beigetragen haben, und diesen möchte ich auch Danke sagen, auch wenn Sie nicht alle hier sind.

Klaus Schikowski, dafür dass er an das Projekt geglaubt hat, noch bevor ich das selber getan hab.
Christopher Tauber und Stefan Dinter von Zwerchfell, die das Projekt in den letzten Jahren begleitet haben, und mich in mancher zweifelnden Stunde unterstützt haben.
Carsten Dörr, der mit seiner Grauton Kolorierung überhaupt möglich gemacht hat, dass das Buch in acht Jahren fertig geworden ist, und nicht in sechzehn.
Christian Maiwald für viele gute Ratschläge.
Und meiner Schwester die sich nach dem Tode meines Vaters letztes Jahr, der das Buch leider nicht mehr fertig erleben konnte, mir soviel von den Dingen abgenommen hat, die da zu erledigen waren.

All die vielen lieben Leute bei Carlsen, Sabine, Sabrina, Bettina, und die vielen, vielen anderen,  die mit Ihrer Arbeit dem Buch den letzten Schliff gegeben haben.
Und auch Claudia Jerusalem-Groenewald und Ihrem Presse Team, die wirklich ganz hervorragende Arbeit machen, und dadurch auch letztlich möglich machen, dass so viele Leute überhaupt von dem Buch wissen.

Aber ich möchte mich auch bei den vielen Protagonisten bedanken, denen die heute hier gesprochen haben, aber auch allen, die im Buch auftauchen, und mich meine und unsere Geschichte auf MEINE Art und Weise haben erzählen lassen. Dass Ihr selber solchen Spass daran habt und hattet, ist für mich das grösste Kompliment.
Ganz besonderer Dank an Billy. Wenn Du nicht immer wieder diese Wochenenden mit mir in schlecht gelüfteteten Hotelzimmern und Ferienwohnungen ertragen würdest, hätte es das Buch wahrscheinlich nie gegeben. Du weisst wieviel mir Deine Freundschaft bedeutet.

Ausserdem möchte ich mich hier ganz besonders beim Team der Kulturabteilung Wesel bedanken, zunächst mal Markus Scholten, dass er die Initiative übernommen hat, und mit dem Vorschlag dieser Ausstellung an die Stadt herangetreten ist. Frau Kemper und Ihrem Team, sowie Herrn Kunstleben, dass Sie die Mittel und die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt haben, und sich so für diese Ausstellung eingesetzt haben, dass mittlerweile ganz Wesel mit den Ausstellungsplakaten vollhängt. Das ist wirklich grossartig, vielen Dank dafür. Und natürlich möchte ich mich bei meinen beiden Helden bedanken, Herrn Lübeck und Herr Bernhard, die hier wirklich unglaublich viel geleistet haben, sie sehen es ja selber. Herr Lübeck ist sogar bis nach Bad Friedrichshall gefahren um den Roller zu holen. Die beiden sind grossartig, und konnten diesen manchmal doch etwas aufgeregten Künstler mit ihrer Gelassenheit immer wieder ruhig stellen. Von solcher Coolness kann sich mancher Mod noch eine Scheibe abschneiden. Ich find, das ist einen Applaus wert.

Danke auch an Michael Baumann aus dem Schwabenländle, dass er mir seinen Lambretta Roller geliehen hat. Er hat wahrscheinlich wirklich Schweissperlen auf der Stirn in diesem Moment, also gehen Sie bitte sorgsam damit um.

Aber ganz besonders möchte ich mich bei meiner Familie bedanken. Das muss ich jetzt nochmal loswerden: Der Comiczeichner-Job ist seltsam, man steckt wahnsinnig viel Zeit und Arbeit rein, aber man kann nicht gerade sagen, dass sich das finanziell lohnt. Die Familie eines Comiczeichners hat also eigentlich nicht viel davon, man kommt nicht nach einem neuem Comicalbum nach Hause und sagt, so und jetzt kaufen wir uns eine neue Küche.
Die Familie hat nichts davon, im Gegenteil: zusätzlich zu der ganzen Arbeit ist Papa dann auch noch unterwegs, zu Lesungen, Buchmessen und Comicfestivals. Oder baut tagelang fern von zuhause irgendwelche abstrakten Ausstellungen auf. Während zuhause der Familienalltag organisiert und alleine gestemmt werden muss. Und das Einzige was Papa dann mitbringt ist nach Comicfestivals ein ordentlicher Schlafentzug, und noch mehr Bücher, von denen niemand mehr weiss, wohin damit. Und während der Ausstellungsvorbereitungen trägt er einiges an Erschöpfung mit sich herum, ist gestresst und stöhnt leise oder lauter vor sich hin. Aber dann, nach Abenden wie diesen, trägt er ein grosses Grinsen nach Hause, eine Seligkeit, die er noch ein ganzes Weilchen mit sich herumträgt, wenn er durch das Haus schlurft.
Dass dieses Glück, was wir „die brotlosen Künstler“ aber dennoch durch unsere Arbeit erfahren, auch durch unsere Familien mit getragen wird, dass sie uns den Raum dafür geben, dass sie uns für dieses Glück den Rücken frei halten, damit wir tun können, was wir lieben, bedeutet mir noch mehr als meine eigentliche Arbeit. Keine Ehrung, keine gute Rezension und kein Max und Moritz-Preis kann damit mithalten. Ich würde hier schlichtweg nicht stehen, ohne die Liebe meiner Familie. Die meiner Eltern, die mich immer in meinen komischen Comic-Utopien unterstützt haben, aber auch durch den ständigen Beistand meiner holländischen Familie.

In meinem Buch geht es um den eigenen Platz, am Ende habe ich ihn gefunden. Dank je liefje. Vor allem Du Marije, hast soviel für mich geleistet, aber auch Du Johanna, und auch Arthur en Sophie. Das werd ich Euch nie vergessen. Dank jullie allemaal.

Und danke Ihnen und Euch, die Ihr alle gekommen seid. Damit ist die Ausstellung eröffnet. Prost!

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Morgens um fünf.

Bob Seger & The Last Heard – East Side Story